Ist ja nichts neues, dass ein 4/4 Takt -zumindestens wenn er vollständig ist- sechzehn 16tel berherbergt. Neu ist aber, dass ich indessen nicht mehr (immer) mitzählen musst, um einen vollen Takt 16tel vor mich hinzutrommeln. :D

Ich habe es ja am Anfang meiner Schlagzeug“karriere“ nicht für möglich gehalten…

Dass ich von der Benny-Greb-DVD begeistert bin, habe ich ja schon geschrieben. Jetzt ist auch mein Schlagzeuglehrer auf den Geschmack gekommen und trommelt sich und mich da fleißig durchs Alphabet, nimmt das auseinander und will mir damit auch ein Handwerkszeug für meine Kreativitätsbaustelle an die Hand geben. Schön. Aber anstrengend! Mein Kopf ist schon wieder voll. Mal schauen, ob ich das Stück für Stück aufgedröselt und wieder neu zusammengesetzt kriege…

Mein Schlagzeuglehrer wird ja nicht müde, mir zu versichern, dass es so langsam mal Zeit wäre, sich nach Mitmusikern umzuschauen – und so langsam glaube ich das auch. Bei einem Sommerfest war ich erstaunt, dass ich bei den meisten Songs recht schnell gehört habe, was da getrommelt wird und das sicherlich auch halbwegs hingekriegt hätte. Sogar Ghostnotes sind meinen Ohren nicht verborgen geblieben. Na zumindestens nicht alle. *gg*

Meine Begeisterung für E-Drums ist ja quasi nicht vorhanden. Ein Schlagzeug ist für mich halt nach wie vor nur echt, wenn es ein akustisches ist. Da kann man drüber streiten, ich weiß, aber ich möchte halt grundsätzlich auf einem akustischen Schlagzeug spielen.

Dennoch ziehe ich es dann doch so langsam in Erwägung, mir mal ein E-Drumset zuzulegen. Bevor ich mangels Zeit außerhalb der Ruhezeiten nämlich gar nicht zum Spielen komme, spiele ich lieber auf einem E-Drumset. Bewegungsabläufe kann ich nämlich auch da „einschleifen“. Aber das hat Zeit, momentan ist die Geldbörse nämlich leer und so richtig billig ist ja auch ein „einfaches“ Set nicht.

Der Sound in meinem Trommelzimmer ist -gelinde gesagt- Mist. Dachte ich anfangs noch, das läge an meinen mangelnden Stimmfähigkeiten und an den billigen Becken, bin ich jetzt aber mal auf den Trichter gekommen, dass das nur ein Teil der Wahrheit ist.

Die gleichen Becken klingen nämlich in dem Raum, wo ich Schlagzeugunterricht habe, deutlich besser, für meine unprofessionellen Ohren durchaus gut. Zugegeben, eine vernünftige Stimmung würde meinem Schlagzeug trotzdem guttun, aber dieses blecherne, scheppernde und „hallende“ Getöse in meinem Trommelzimmer hängt sicherlich nicht in erste Linie an meinen nicht sehr ausgeprägten Stimmkünsten. Ich fürchte, ich muss da bei Gelegenheit mal mit schweren Vorhängen, Noppenschaumstoff und Co. ein wenig den Sound aufräumen. Muss nur mal überlegen, wie ich das am Geschicktesten mache, da der Raum noch einen anderen Nutzungszweck erfüllen soll und von daher nicht komplett verhüllt werden sollte. Na, ich denk, mal drüber nach. SO macht das Trommeln da nämlich keinen Spaß. Denn wer außer mir trommelt lieber auf seinem Trommlpad als auf seinem Schlagzeug?

Jetzt wird’s (schon wieder mal :D ) spannend. Es geht in Sphären, über die ich vor gar nicht allzulanger Zeit noch nicht mal ansatzweise nachdenken brauchte: wir bringen endlich Dynamik ins Spiel. :o

Gut, auf den Weg des Lernens freue ich mich an dem Punkt weniger *gg*, ich will’s „einfach nur“ können, fand Ghostnotes von Anfang an einfach nur *wow*.  Aber mich beschleicht ja doch das Gefühl, dass das nicht so ganz unproblematisch wird. *lächel*

Wie passend, dass mir gerade gestern meine Benny-Greb-DVD vor die Füße fiel. Die holt mich genau da ab, wo ich stehe und wird mich mindestens die nächsten 57 Jahre beschäftigen. Mir als Kopfmensch und Technik-gerne-Überin kommt das Schlagzeug-Alphabet gerade recht und wird mich hoffentlich nen bisschen fit machen, was Dynamik anbelangt. *malwiederschnellanstrommelpadrenne*

So, nachdem ich Eeeewigkeiten nichts mehr geschrieben habe, geht es so langsam wieder los…

Momentan bin ich allerdings arg frustig, weil ich gerade an einem Punkt stehe, an dem ich mich irgendwie nur noch im Kreis drehe. Ich häufe munter theoretisches Wissen und ein gewisses „Vokabular“ an Grooves und Technik an, was ich aber nicht umsetzen und nutzen kann. Das Lernen macht auch Spaß ohne Ende und ist sicherlich DIE Voraussetzung, um Musik machen zu können, aber ich merke immer öfter, dass es nicht reicht… :(

JETZT wäre der Zeitpunkt, sich mal ins kalte Wasser zu schmeißen und sich ne Band oder ähnliches zu suchen, um endlich zu lernen und zu festigen, was ich denn mit dem Gelernten so anstellen kann. Das ist aber aus Zeitgründen leider momentan echt nicht drin. Das ist einfach nur frustig. :evil: Ich sehe, dass das der Weg wäre und ich bin mir sooooo sicher, dass mich das nochmal unheimlich voranbringen würde.

Endlich, es ist da: mein neues, langersehntes und vor Eeeeeewigkeiten bestelltes 14er Tom. Jetzt ist die Reihe komplett: 10er-12er-14er-16er. Nicht, dass ich wirklich unbedingt und zwingend 4 Toms bräuchte (ich bin auch mit den restlichen Trommeln ganz gut ausgelastet ;) ), aber der Sprung vom 12er zum 16er war dann doch nen bisschen groß. Lange gewartet, aber jetzt wird alles gut. :) Schick sieht’s aus, deutlich schlanker als der große Bruder *gg*

Eine Falte im Schlagfell veranlasste mich dann auch mal dazu, das Fell abzunehmen und mich ans Fell-Zentrieren und Stimmen zu machen. Bislang habe ich mich da ja immer großräumig -bis auf einen kleinen Ausflug beim Unterricht- drumrumgedrückt, aber irgendwie… Mmh, das Ergebnis war leider gar nicht zufriedenstellend, es passt jedenfalls von der Tonhöhe nicht so wirklich zwischen das 12er und das 16er *gg* Na gut, das üben wir dann nochmal. Völlig motiviert, in meine Tom-Reihe mal tonale Ordnung zu kriegen, habe ich mich dann auch noch ans 10er Tom gewagt. Das Ergebnis konnte ich jetzt noch nicht richtig testen (die Uhrzeit, die Nachbarn und so ;) ), aber es erscheint mir doch arg hoch.

Ich arbeite dran… Aber immerhin: so langsam kriege ich zumindestens ansatzweise ein Gespür dafür, welcher Ton höher und tiefer ist. Heeee, nicht lachen, ich habe da nen echtes Problem mit.

Tja, nun lerne ich tatsächlich seit genau einem Jahr das Schlagzeugspielen und ich muss sagen, eigentlich bin ich mit mir ganz zufrieden… Dafür, dass ich ohne jegliche Ambitionen und auch nicht mit allzuviel Zeit im Gepäck angefangen habe, habe ich indessen doch nen bisschen was gelernt. Keine Frage, ich stehe nach wie vor erst am Anfang und vom „Schlagzeugspielen-Können“ mag ich nach wie vor nicht reden ;) , aber es geht vorwärts, und das ist das Wichtige. :D

Die Grooves, die ich so übe, sind doch deutlich komplexer geworden, die Geschwindigkeit wird so langsam auch… Beim Musikhören springen mich indessen die  (zumindestens nicht zu komplexen *smile*) Grooves an. Da habe ich ja am Anfang nicht ansatzweise gehört, was gespielt wird – es wird. :)

Mein Thema fürs nächste Jahr wird das Spielen zur Musik sein – das habe ich bislang VIEL zu wenig gemacht. CD-Spieler steht parat, ich habe immer fleißig die Drumheads gekauft, also los geht’s.

Nachdem ich mich nu Eeeeewigkeiten mit den 8tel-Snare-Synkopen „rumgequält“ habe, geht es endlich mal mit etwas Neuem weiter: 16tel-Snare-Synkopen *gg* Gut, das Thema ist jetzt eher sehr verwandt ;-) , aber macht richtig Laune. Ich mag das. :)

Heute habe ich mal wieder die Muße gefunden, mich ein wenig ans Schlagzeug zu setzen und auch noch über meine natürlich immer artig gemachten Hausaufgaben *smile* hinaus mal nen bisschen rumzuprobieren. Dabei habe ich mich mal an den Tom-Teil von „Strom“ von den Toten Hosen gewagt, der ist nämlich netterweise in der aktuellen Drumheads als Playalong – sehr geil. Sichtlich anerkennender Kommentar eines unfreiwilligen Mithörers: „Das hört sich ja aber mal etwas härter an.“ *gg*

Kann mich mal bitte jemand wieder gerade rücken, ich bin momentan etwas erschlagen…

Irgendwie hätte ich mir vielleicht doch EIN Instrument aussuchen sollen und nicht nen ganzen Stapel davon wie es das Drumset ja irgendwie ist. Ich sehe so viele verschiedene Möglichkeiten, so viele verschiedene Arten, „richtig“ Schlagzeug zu spielen, so viele verschiedene Klanggestaltungsmöglichkeiten, dass es mich momentan schier erschlägt.

Habe gerade das Gefühl, meine kleine, halbwegs solide Basis reicht in keinster Weise aus, um davon auch nur ansatzweise etwas umsetzen zu können… *grübel*

Aufmunternde Worte, Tipps, Tricks und Mitleidsbekundungen ;) bitte an mich.

Momentan bin ich frustig. :(

Zum einen komme ich nicht ansatzweise so zum Üben wie ich gerne würde und zum anderen habe ich -wohl auch genau dadurch bedingt- das Gefühl, auf der Stelle zu treten, nicht voranzukommen. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Wohin ist „voran“ ? :?

Fragen, über Fragen, die sich stellen und irgendwie ist noch keine Lösung in Sicht…

Was und wie übe ich am besten?

Wie „geht“ Kreativität?

Was mache ich hier eigentlich?

*seufz*

Gar nicht mal so leicht, Drummer zu werden. ;-)

Aber keine Angst (oder erst recht 8) ), ich werde nicht in eine unlösbare Sinnkrise stürzen und mich vom Schlagzeugspielen abwenden, ganz im Gegenteil – morgen ist wieder Unterricht und in aller Regel bin ich danach topmotiviert.

War ich gestern nach dem Unterricht noch total deprimiert, dass Stress und Schlafmangel das Konzentrationsvermögen nicht unbedingt fördern :? , hat ne ordentliche Mütze Schlaf und Zeit zum Üben mich heute etwas versöhnlicher gestimmt.

So langsam freunde ich mich doch glatt mit den Snare-Synkopen an und ich muss sagen, das macht was her. Habe es heute tatsächlich geschafft, ne kleine Handvoll Grooves mit Leben zu füllen. :D Dann habe ich endlich mal die Anlage angeschlossen und somit konnte ich auch mal wieder nen paar Takte zu Musik spielen – was will man mehr.

Das Geshuffel der letzten Male haben wir nun (erstmal) hinter uns gelassen, jetzt geht es lustig weiter mit Snare-Synkopen. Sieht ja erstmal gar nicht schwierig aus, aber was müssen wir da (einmal mehr) merken? Hat sich was mit leicht. :x Das kann einen ganz schön aus dem Takt bringen, wenn die Snare nicht da ist, wo man sie erwartet…

Schlafmangel macht es an dem Punkt leider auch nicht besser, so dass ich beim letzten Mal Unterricht irgendwie nur Grütze getrommelt habe. Aber ich freue mich schon, mich die Tage hoffentlich das eine oder andere Mal an die Trommeln setzen zu können und nen bisschen zu üben. Denn spannend ist’s ja und mittlerweile weiß ich ja, dass Beharrlichkeit zum Ziel führt. :)

Bin ich ja die letzten Wochen recht erfolglos mit offenen Ohren durch die Welt gelaufen, um mal nen Song im 12/8tel-Takt zu finden, sprang mich gestern förmlich einer an. :D Ich saß ganz beseelt im Auto, habe nochmal die eben absolvierte Unterrichtsstunde Revue passieren lassen, da horche ich auf und mir fällt auf, dass das gerade im Radio laufende „Crazy“ von Aerosmith nen 12/8tel ist.

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